23.07.23 - Margit-Sziget

Am letzten Tag in Budapest, dem Wendepunkt unserer Fahrt von "anstrengend und inspirierend" zu "faul und nass" setzten wir uns einer kleinen Familien-Challange aus: 
Nach dem sehr leckeren Hotel-Frühstück, das in der wohl seltsamsten Buffet-Reihenfolge Ungarns dargereicht wird (es sind zum Beispiel längere Fußmärsche von den Brötchen zur Marmelade oder vom Müsli zu den Sonnenblumenkernen in den Zeitplan einzurechnen) hieß es lediglich: Wir treffen uns um 13 Uhr am südlichen Ende der Margareteninsel und bis eins macht jeder seins. Ciao.
Und siehe: um, naja, 13:08 sah man sich in froher Runde am anderen Ende der Stadt und erkundete anschließend die riesige Donau-Insel inklusive des rührend-sozialistisch anmutenden Musik-Springbrunnens, der ein Spektakel liefert, für das man im Friedrichstadtpalast viel Geld zahlen und viel Ballett über sich erhehen lassen müsste.
Am Abend ging es dann essen - nur mal eben um die Ecke. Doch ach: hier war es nicht so recht authentisch, dort nicht vegetarisch, hier waren die Bewertungen mies und schon waren wieder 5km mehr verlatscht. Insgesamt waren es heute 25km und in dieser Woche stolze 175.
Gestern schipperten wir über die Donau. Zwanzig Minuten nach links, zwanzig nach rechts. Und als wir diesen Palast da haben leuchten sehen, mit seinen über ihn als kleine Sterne kreisenden Fledermäusen, da wollten wir den ganzen kritischen und zynischen Blog-Eintrag von gestern wieder zurücknehmen, uns demütig in den Staub werfen und den Palast immer und immer wieder fotografieren.  

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