29.07.2023 - Fonyodliget
Jetzt isses passiert: 16 Jahre nach der Eheschließung ist ein Ehering weg. Des Vaters Hand: blank.
Die Kinder googleten, was das nun bedeutet. Nichts Gutes, um es kurz zu machen: Trennung, Scheidung und so. Dabei liegt der Ring vermutlich nur ein paar Meter entfernt von uns. Allerdings im schlammigen Boden des Plattensees.
Während die Kinder im Netz den unguten symbolischen Deutungen des Ringverlustes nachgehen und diese ins Restaurant hinausposaunen, googlet die noch vollständig beringte Gattin nach dem Juwelier von damals. Es gibt ihn noch mitsamt seiner Marotte, die feilgebotenen Ringe nach wunderschönen Städten zu benennen: Padua, Ascona, Mannheim.
Der Zorn der Gattin ist trotz des Recherche-Erfolges durchaus spürbar. Dass ihr Mann nun gutaussehend und sichtbar ohne Ring durch die Gegend spaziert, hier freundlich grüßt, dort keck lacht, kann ihr nicht egal sein.
Es war wohl "Padua". Und "Padua" wird entweder noch in den Ritzen des Bettes oder im Verschluss einer leeren Bierdose gefunden oder eben nachbestellt und sofort wieder graviert.
Heute bestiegen wir ein Stand-Up-Ding und betrieben darauf Stand-Up-Paddling.
Das lief bei den Kindern schnell sehr gut. Beim Vater erst schlecht, dann mittel und dann wieder schlecht.
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